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Lehrausflug in die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Wie jedes Schuljahr besuchten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der Sekundarstufe I im Rahmen der Unterrichtseinheit „Nationalsozialismus“ im Geschichtsunterricht mit ihren Geschichtslehrern die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. 

Das KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen in Thüringen war das letzte von den Nationalsozialisten gegründete KZ-Hauptlager, das erst entstand, als die Kriegsniederlage Deutschlands bereits absehbar war. Viele Deutsche glaubten jedoch der NS-Propaganda, die den „Endsieg“ durch den Einsatz von „Wunderwaffen“ versprach. Im KZ Mittelbau-Dora wurden zwischen 1943 und 1945 etwa 60.000 Häftlinge interniert, von denen etwa 20.000 dieses Martyrium nicht überlebten. Das Arbeitslager diente vor allem der Raketenproduktion bzw. dem Bau der „Vergeltungswaffe 2“. 

Dieser Bericht bezieht sich auf den Ausflug der G10a und der G10b am 24.03.2026, der sich von den Ausflügen im vergangenen Jahr und auch von dem Ausflug der anderen Klassen (H9 und R10) in diesem Jahr dadurch unterschied, dass die geführte Besichtigung durch Mitarbeitende der Gedenkstätte kurzfristig ausfiel. 

Dies hatte zur Folge, dass die Lernenden zunächst mit ihren Geschichtslehrern Herrn Stern und Herrn Pricken im Seminarraum der Gedenkstätte über die Frage diskutierten, warum das Lager noch entstehen konnte, obwohl der Krieg so gut wie verloren war. 

Zudem erhielten die Lernenden einen vertieften Einblick in das Leben sowie in die Schicksale einiger Häftlinge, damit sie sich einen Überblick über Nationalitäten, Einweisungsgründe und das Leben und Leiden der Häftlinge verschaffen konnten. 

Anschließend begannen die Schülerinnen und Schüler, das Lagergelände eigenständig zu erkunden – interessiert und nicht selten ergriffen. Unterstützt wurden sie dabei durch den neuen Multimedia-Guide der Gedenkstätte. Darüber hinaus waren ihre Geschichtslehrer immer ansprechbar. 

Für die meisten war der Ausfall der geführten Besichtigung nicht schlimm, da das Lager in Kleingruppen individuell und mit eigenem Zeitmanagement erforscht werden konnte. Die Lerngruppen konnten daher gut akzeptieren, dass die Stollenanlage, in der die Raketen produziert worden waren, ohne Mitarbeitende der Gedenkstätte nicht betreten werden konnte. 

Abschließend ermöglichte die Innenausstellung zusätzlich eine Auseinandersetzung mit den Handlungsmotiven und Entscheidungsspielräumen der Täterschaft. 

Zusammenfassend sensibilisierte der Ausflug Lernende und Lehrkräfte für das Schicksal der Häftlinge und vermittelte eindrückliche Einblicke in deren Lebens- und Leidensbedingungen.

 

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