Rhenanus-Schule
37242 Bad Sooden-Allendorf
Im Huhngraben 2

Streiflichter

Erntefest-Donnerstag im traditionell geschmückten Allendorf.
Chor und Akkordeon stimmen die Besucher mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“ auf die Festtage ein, und inmitten kulinarischer Verlockungen auf dem Marktplatz steht ein gut sortierter Büchertisch mit Kinder- und Jugendliteratur. Aber das Ehepaar, das in den Werken schmökert, sucht nichts für die eigenen Nachwuchs, sondern sichtet das Angebot nach einer geeigneten Bücherspende für die Lernwerkstatt der Rhenanus-Schule. Ein Band aus Margit Auers Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ kommt schon mal in die engere Wahl.

Cello-Lehrerin Ursula von Fragstein bringt den elfjährigen Leon zum Schmunzeln: Der Schüler hat gerade zum ersten Mal ein Cello berührt, aber er wenn er Pizzicato spielt, die Saiten also mit den Fingern zupft, schwingen doch schon ganz passable Töne durch den Klassenraum. Heute findet das Instrumentenkarussell an der Rhenanus-Schule statt.
Die neuen Fünftklässler sollen dafür begeistert werden, ein Musikinstrument zu erlernen. Dazu begeben sie sich im Zwanzig-Minuten-Takt von Klassenzimmer zu Klassenzimmer, wo jeweils ein anderer Experte auf sie wartet und in ihnen die Freude an Klang und Klangkörpern wecken möchte.

Mit Skateboards kennt Anton sich gut aus: Über Bretter aus Ahorn, über Achsen und kugelgelagerte Rollen, Lenkgummis und Montageschrauben doziert der 14-Jährige fast druckreif, während er sein Board auseinander- und wieder zusammenschraubt und dabei erläutert, wie man das Lenkverhalten des Bretts beeinflusst. Nach seinem Hauptschulabschluss möchte Anton eine Handwerkslehre machen. Seinen zukünftigen Lehrmeister kann man schon heute beglückwünschen. 
Auf dem Schulfest der Rhenanus-Schule zeigen Schüler/innen im Anschluss an ihre Projektwoche, was sie können: Voller Enthusiasmus tanzen sie einstudierte Choreographien, zeigen selbstgedrehte Filme, dokumentieren ihre Untersuchungen zum Einsatz von Würfeln - oder eben von Skateboards. Der sehr aktive Förderverein und der nicht minder rührige Elternbeirat der Schule füllen die Hallen mit dem Duft von Waffeln, Kuchen und Kaffee.

Am Vortag sang Robbie Williams noch bei der WM-Eröffnung in Moskau, heute füllt die Schüler-Band „Clefs“ die Aula mit seinem Song:

 „I sit and wait

Does an angel contemplate my fate
And do they know
The places where we go
When we're grey and old“

Grau und alt sind sie noch lange nicht, sondern elegant frisiert, festlich gekleidet und voller Vorfreude auf das Leben - und auf die Orte, an die es sie führen wird: Die Absolventen der Haupt- und Realschulklassen der Rhenanus-Schule feiern ihren Abschluss.

Wer meint, dass Poetry Slams vor allem Gaudi und Klamauk wären, wurde eines Besseren belehrt: Schon das Hors d’oeuvre - Hanna-Maria Bormuth spielte zur Eröffnung auf der Geige Stücke von Paganini und von Bach - zeigte, dass es bei dieser literarischen Jausenzeit um Erlesenes für Feinschmecker gehen sollte. Mit ausgesprochen niveauvollen Beiträgen beeindruckten die Teilnehmer des Poesie-Wettbewerbs die etwa 40 Zuhörer in der St. Marien-Kirche. Die Veranstaltung war Teil des Programms zur 800-Jahr-Feier.

Ab und zu muss der ältere Herr angesichts seiner Lektüre einen kräftigen Schluck Rotweins zu sich nehmen: „Bei der Blockflöte reicht der Schall immer bis zum ersten Loch“, heißt es etwa in einer der Klausuren, die er durcharbeitet – oder: „Ein berühmtes Lied vom Händel trägt den Titel ‚Hallo Julia‘“.
Da landen dann schon einmal Rotweinflecken auf der Klausur. Kaffeeflecken wären pädagogisch allerdings weitaus günstiger.

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