Rhenanus-Schule
37242 Bad Sooden-Allendorf
Im Huhngraben 2

London zu Fuß, auf dem Wasser und aus der Luft erkunden

Pilotfahrt der Rhenanus-Schule nach Großbritannien

Unmittelbar nach dem Brexit Ende Januar trat eine 50-köpfige Schülergruppe der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf ihre Reise in das Nicht-Mehr-EU-Mitgliedsland Großbritannien an. Die bunt gemischte Gruppe bestand aus Schülerinnen und Schülern aller drei Schulzweige der Jahrgänge 8, 9 und 10.

Auf das englische Abenteuer und das Leben in Gastfamilien bereitetendie Lehrkräfte Frau Ullrich, Herr Gries und Herr Huhn die Jugendlichen im Vorfeld an mehreren zusätzlichen AG-Terminen sowohl kulturell als auch sprachlich vor.

Ziel war die kleine, aber geschichtlich bedeutsame Stadt Hastings an der östlichen Südküste Englands. In direkter Nähe wurde im Jahre 1066 die Battle of Hastings (Schlacht von Hastings) unter William dem Eroberer ausgetragen, die die Entwicklung Großbritanniens nachhaltig beeinflusste.

​Bereits die 90-minütige Überfahrt mit der Fähre von Calais nach Dover war bei leichtem Seegang eine von vielen noch kommenden Herausforderungen, denen sich die Jugendlichen stellten und die sie gemeinsam meisterten.  

Untergebracht waren jeweils maximal drei Schülerinnen und Schüler in einer britischen Gastfamilie, bei der sie Frühstück und Abendessen bekamen. Durch diese Unterbringung gewannen sie zudem Einblicke in typische Wohn- und Lebensverhältnisse sowie Familienabläufe und Essgewohnheiten.

Der erste Tagesausflug führte die Schülergruppe nach Canterbury, der mittelalterlichen Pilgerstätte nach der Ermordung Thomas Beckets und dem heutigen Zentrum der Anglikanischen Kirche. Selbstverständlich stand hier die Besichtigung der imposanten Kathedrale im Vordergrund. Nach einem Einführungsfilm erkundeten die Jugendlichen mit Audioguides selbstständig in Kleingruppen den beeindruckenden Dom mit angeschlossenem Kloster. Am Nachmittag, nachdem es Zeit zum eigenständigen Erkunden der Kleinstadt mit ihren wunderschönen Fachwerkhäusern gab, trafen sich alle wieder um den typischen afternoon tea zu genießen. Während viele der schwarze Tee mit Milch und Zucker nicht unbedingt überzeugte, konnten dies jedoch die leckeren und gehaltvollen scones (kleine Küchlein mit Creme und Marmelade) umso mehr. ​

 

Kathedrale 2 min   Kathedrale min   Kathedrale 3 min   Gruppe 2020
             
Fruehstueck min   kueste min   London min   moschee min

 

Der Höhepunkt der Pilotfahrt war ohne Zweifel für alle der Tag in London. Während sich eine Gruppe für die Besichtigung des Tower of London mit seinen gut bewachten Kronjuwelen und der teilweise blutigen Vergangenheit beschäftigte, genossen andere bei blauem Himmel und Sonnenschein die Metropole aus der Vogelperspektive bei einer Fahrt im London Eye. Obwohl das beeindruckende Parlamentsgebäude nebst des Elizabeth Tower – umgangssprachlich als Big Ben bezeichnet – für Restaurierungsarbeiten größtenteils eingerüstet war, konnten weitere Sehenswürdigkeiten wie der Buckingham Palace aus der Luft bestaunt werden. 

Alle Schülerinnen und Schüler konnten zudem während einer Bootsfahrt auf der Themse mit einer im feinsten britischen Englisch vorgetragenen Führung die Skyline Londons bewundern wie die St. Paul’s Cathedral, Shakespeares Globe Theatre, die imposanten Hochhäuser the Shard, the Gherkin und vieles andere mehr, bis schließlich die berühmte Tower Bridge erreicht wurde. Dort war es für alle eine Pflicht und eine Freude zugleich, diese Brücke zu Fuß zu überqueren und Fotos und Selfies ohne Ende als Beweis zu machen. Zu Fuß ging es später noch gemeinsam an der Westminster Abbey vorbei und die Downing Street – Amts- und Wohnsitz des Britischen Premierministers – entlang bis zum weltweit bekannten Trafalgar Square. Erst in der frühen Abenddämmerung wurde der Buckingham Palace erreicht. Und am Abend gab es – dank unseres wunderbaren Busfahrers Drago – als krönenden Abschluss dieses tollen Tages noch eine Stadtrundfahrt am beleuchteten Piccadilly Circus, dem London Eye vorbei und über die Tower Bridge zurück zu den Unterkünften in Hastings. Trotz des recht anstrengenden, langen Tages mit einer unglaublichen Vielzahl von Eindrücken überwogen auf der Heimfahrt Äußerungen wie: „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich tatsächlich auf der Tower Bridge und vor dem Buckingham Palace gewesen bin. Das kennt man doch nur aus den Englischbüchern oder dem Fernsehen. Und ich war da! Das ist noch ein bisschen surreal….“

Nach diesen Eindrücken der britischen Landeshauptstadt erwartete am nächsten Tage alle Schülerinnen und Schüler ein Kontrastprogramm: Auf der Fahrt nach Brighton wurde für einen Spaziergang ein Zwischenstopp am Beachy Head – einer Landspitze in der Grafschaft East Sussex - eingelegt. Hier befindet sich mit 162 m über dem Meeresspiegel der höchste Kreidefelsen Großbritanniens, dem sich die sogenannten Seven Sisters – sieben weitere Kreideklippen – anschließen. Bei phänomenalem Wetter in der ersten Februarwoche konnte hier auch die englische Natur mit ihrer grünen Vegetation genossen werden, bevor es in das mondäne Seebad Brighton ging. Dieses besticht einerseits durch seinen Badeortcharakter – mit Seebrücke und Kieselstrand – andererseits durch den sehr imposanten Palast, den Royal Pavilion. König George IV ließ dieses Prunkgebäude 1815-1822 von dem berühmten Architekten John Nash im Stil eines indischen Mogulpalastes bauen. Bei einer Führung konnte der vorherrschende chinesische Stil der überwältigenden prunkvollen Innenausstattung bewundert werden. 

Auch in Brighton hieß es für alle noch einmal eine weitere typisch britische kulinarische Spezialität zu genießen im beinahe dreihundert Jahre altem Pub Ye Olde King & Queen, der eine grandiose mittelalterliche Atmosphäre besaß: Zum Mittagessen gab es natürlich Fish and Chips (Backfisch und Pommes).

Bei wiederum herrlichem Wetter verabschiedete England sich von der großen Schülergruppe mit einem grandiosen Blick von der Fähre aus auf die White Cliffs of Dover, als bereits die ersten Schüler fragten, ob sie im nächsten Jahr wieder mitfahren dürften. Die sehr intensiven Erlebnisse dieser Fahrt werden in weiteren nachmittäglichen AG-Sitzungen aufbereitet und in audio-visuelle Präsentationen für einen abschließenden Elternabend eingebettet.

Die drei begleitenden Lehrkräfte lobten die sehr verlässliche Schülergruppe, die durch ihr gemeinsames Abenteuer sicherlich ein Stück weit zusammen gewachsen ist –und dies über verschiedene Schulzweige und Jahrgangsstufen hinweg! 

Zeitgleich laufen bereits Überlegungen und Planungen für die nächste Englandfahrt in 2021, nachdem sich alle Teilnehmenden dieser Pilotfahrt einig sind: „It was just great!“

Die Erfahrungen, die die Jugendlichen in dieser Woche machen konnten, indem sie ihre Englischkenntnisse in authentischen Situationen anwendeten, eine andere kulturelle Identität mit ihren typischen Traditionen kennenlerntenund selbst als Botschafter Deutschlands fungierten, erweiterten sicherlich denindividuellen Horizont aller. Durch solche Begegnungen kann der europäische Gedanke – trotz Brexit – dennoch erlebt, gelebt und weitergegeben werden,

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