Rhenanus-Schule
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Im Huhngraben 2

Streiflichter

Folgsames Volk: Die AG Junge Imker bringt ihre erste Ernte ein

Der Traum eines jeden Demagogen: Wie man mit taktischem Geschick ein ganzes Volk für sich gewinnt, das wissen David, Henry, Elias, Lukas und die vielen anderen jungen Imker an der Rhenanus-Schule:
Nachdem ihre Arbeitsgruppe im vergangenen Winter unter Anleitung des örtlichen Imkervereins die ersten Bienenkästen gebaut hatte, ging es – wie David Ferderer berichtet - im Frühjahr darum, sich ein eigenes Volk einzufangen. Dazu bewaffneten die jungen Leute sich mit einem Schwarmfangbeutel samt ausfahrbaren Teleskopstangen und machten sich auf die Suche nach einem Bienenschwarm, den sie an einem Baumstamm in zehn Meter Höhe entdeckten.   

Unter kräftigem Schütteln gelang es ihnen, die Bienen in die Kästen zu bugsieren. Dabei kommt es bekanntlich darauf an, dass die Königin eingefangen wird. Sobald dies der Fall ist, sieht man  junge Arbeiterinnen vor dem Flugloch sterzeln, d.h. sie heben ihren Hinterleib an und legen die Ausgänge ihren Sterzeldrüsen frei. Durch Ventilieren mit den Flügeln verbreiten sie ihren Duftstoff und signalisieren damit den Aufenthaltsort der Königin, sodass ihr das ganze Volk folgt.

Beim Umlogieren in eine neue Behausung ist es wichtig, eine Entfernung von mindestens drei Kilometern zurückzulegen. Andernfalls würden die Bienen womöglich den Weg zurück in die „Heimat“ finden.

Das Volk muss dann selbstverständlich gepflegt werden. Dazu gehört die prophylaktische Behandlung gegen den Befall durch die Varroa-Milbe: Die jungen Imker nutzten dazu organische Säuren wie Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure, mit denen sie die Bienen beträufelten. Eine weitere Aufgabe der Imker besteht in der Winterpflege: Dazu erhält das Volk 15 Kilogramm Zuckerwasser. Mit der Königin in ihrer Mitte ziehen sie sich auf engem Raum zusammen und regen sich so wenig wie möglich: Nur die Flugmuskeln bewegen sie, ohne jedoch zu fliegen.

Hört man den jungen Imkern zu, gewinnt man den Eindruck, ausgewiesene Fachleute vor sich zu haben.

Aber wie war denn nun die erste Ernte? Die Quantität lasse noch zu wünschen übrig, räumen sie ein. Ein Ertrag von dreieinhalb Kilo Honig mache die Arbeit noch nicht wirtschaftlich. Unter günstigen Bedingungen könne ein Volk sogar vierzig Kilo bereitstellen. Praktischerweise sollte man schon über vier Völker verfügen, erläutert AG-Leiter Philipp Huhn, der seinerseits für eine Verkostung der ersten Ernte Brot gebacken hat, sodass alle Besucher mühelos davon überzeugt werden:

Mag die Quantität noch ausbaufähig sein, so ist die Qualität des Rhenanus-Honigs schon jetzt 1-A.

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