Rhenanus-Schule
37242 Bad Sooden-Allendorf
Im Huhngraben 2

Streiflichter

„Brücken bauen zum Erfolg“: Image Branding in der Praxis

Rhenanus-Oberstufenschüler besuchten die Diploma-Hochschule

 

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Nein, man braucht kein Mandarin zu sprechen, um an der „Diploma“ studieren zu können. Und nein, das Fach „Sicherheitsmanagement“ ist kein Studiengang für angehende Türsteher. Mit den abwegigsten Mythen räumt Frau Prof. Zilling, die Präsidentin der staatlich anerkannten Privathochschule, gleich zu Beginn ihres kurzweiligen Vortrags vor Rhenanus-Oberstufenschülern auf.

Anderes hingegen treffe durchaus zu: Die Hochschule bietet ein Studium ganz ohne Numerus Clausus, und das in fünf Fachbereichen und dreißig Studiengängen – darunter so populäre Disziplinen wie BWL, Tourismus- und Medien-Management, Gestaltung, Soziale Arbeit, Ingenieurwesen, Angewandte Psychologie – oder eben auch Sicherheitsmanagement. Dazu aber später mehr.
Obendrein erwartet die Studierenden ein guter Betreuungsschlüssel: Eine Seminargruppe („Kohorte“) umfasst nicht mehr als dreißig Teilnehmer, oft noch deutlich weniger. Wer in die Anonymität eintauchen will, ist hier sicher fehl am Platz.
Für alle Veranstaltungen gibt es obendrein Studienhefte: didaktisch aufbereitetes Material fürs Selbststudium, jeweils um die 120 Seiten stark. Dieser Service ist obligatorisch, da die große Mehrheit der Studierenden ein „virtuelles Studium“ absolviert, ein Fernstudium mit virtuellen Präsenzphasen: Kontakt zum Dozenten und zu den Kommilitonen per PC und Webcam.
Ein Angebot, das auch so manchem entgegenkomme, der nach dem Abitur erst einmal ins Ausland will oder eine Ausbildung beginnen möchte – und der die Ambition hat, obendrein auch schon ein Studium aufzunehmen.
Ein Studium, das kompakter, familiärer und vor allem sehr viel flexibler ist, das habe natürlich seinen Preis: Auf 395 Euro pro Monat belaufen sich die Studiengebühren für ein dreijähriges Bachelor-Studium. Frau Prof. Zilling verweist jedoch auch auf ein Angebot von Stipendienprogrammen und vergünstigten Studienkrediten.
Überhaupt habe die Hochschule sich das Ziel gesetzt, jedem, der hier studieren möchte, eine „Brücke zum Erfolg“ zu bauen – mit umfangreicher Beratung und Betreuung, auch zu Fragen wie Selbstorganisation und Prüfungsangst. Und wer trotz aller Unterstützung das Examen nicht im ersten Anlauf bestehe, erhalte eine kostenfreie Verlängerung um bis zu 4 Semester.
„Wir machen die Tür bewusst nicht zu“, sagt die Präsidentin – auch nicht für diejenigen, die keinen Abitur-Durchschnitt von 1,2 erreichen. „Warum sollte nicht auch jemand mit 2,5 erfolgreich studieren können?“
Und was ist nun mit den Chinesen, die aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit zehn Hochschulen aus der Volksrepublik hier studieren? Etwa 350 verbringen derzeit eine Studienphase in Bad Sooden-Allendorf – allerdings nicht etwa in Studiengängen wie Tourismus-Management, Kindheitspädagogik oder Soziale Arbeit.
Auch bei der Zusammensetzung der „Kohorten“ in den anderen Studiengängen berücksichtige man den Umstand, dass Chinesen eine ganz andere Lerntradition haben: Dort gilt weitgehend das Prinzip „Lernen durch Zuhören“.
Und was verbirgt sich nun hinter dem eingangs erwähnten Studiengang „Sicherheitsmanagement“? Dabei handelt es sich  um eine Kombination aus den Disziplinen Unternehmensführung, Informatik und Rechtswissenschaft in Bezug auf Sicherheitseinrichtungen: Man lernt im Studium, wie man Sicherheitskonzepte etwa für Flughäfen, Kaufhäuser oder den ÖPNV erarbeitet und umsetzt – oder auch für Großveranstaltungen.  
Sehr viel Wert lege man an der „Diploma“ auf Praxisnähe und die Kooperation mit Firmen. So ermutige man Studierende dazu, etwa die Bachelor-Arbeit speziell für das Unternehmen zu schreiben, in dem man seine Praxis-Phase verbringe: „Wenn die Chemie stimmt, kann man nach der Prüfung gleich in dieser Firma anfangen – sei es als Trainee oder Projektmitarbeiter.“
Und wer sogar noch vor dem Examen ein Stellenangebot erhalte, der könne sein Studium ggf. auch flexibel per Fernstudium abschließen.
In „Diploma“-typischen Kleingruppen geht es für die Rhenanus-Schüler/innen nach der Pause weiter: Dozenten der unterschiedlichsten Disziplinen präsentieren in  anschaulicher Weise Beispiele von Studienobjekten und Arbeitsweisen. Da geht es etwa um „Influencer Marketing“ und um Methoden zur Schaffung von Markentreue, aber ebenfalls um die verblüffende Wirkung von „Destinations-Management“: die bewusste Platzierung von Reisezielen in Hollywood-Streifen.
Untersucht wird auch das Design von Image-Filmen: So analysieren die Rhenanus-Eleven die versteckten visuellen, musikalischen und textuellen Botschaften eines preisgekrönten Dresden-Films, der in subtiler Weise das politisch gefärbte Bild der sächsischen Landeshauptstadt zu überwinden versucht.
Wie sehr Filme gar die Realität selbst verändern können, belegt das Beispiel des James-Bond-Films „Spectre“, der sechs Minuten lang ein eigens für diesen Film arrangiertes Straßenfest mit Namen „Fiesta de los muertes“ (Fest der Toten) zeigt. Nachdem der Streifen angelaufen war, häuften sich von Mexico-Reisenden so viele Anfragen nach dieser „Fiesta“, dass es sie inzwischen auch in der Wirklichkeit gibt, dabei ganz kundenfreundlich dem Muster des Films entsprechend.


Attraktive Aufnahmen von studentisch organisierten „Diploma“-Studienreisen nach China und Nepal schlossen den Reigen der Veranstaltung ab – und zeigten damit, dass die Dozenten Marketing und „Image Branding“ nicht nur unterrichten, sondern auch virtuos selbst praktizieren.

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