Rhenanus-Schule
37242 Bad Sooden-Allendorf
Im Huhngraben 2

Streiflichter

Ein Freitag für die Fauna

Die Anlage einer Wildblumenwiese und Vogelschutzhecke am Badehaus in Bad Sooden-Allendorf – kein Projekt der Rhenanus-Schule allein, sondern des gesunden Menschenverstandes. Dass dramatische Insektensterben und der damit verbundene Rückgang vieler ohnehin  seltener Vogel- und anderer Tierarten waren bereits im letzten Schuljahr Anlass für Herrn Stern, in seinem Politik-Unterricht in der Klasse G8a ein umweltpolitisches Thema aufzugreifen: Gemeinsam mit der Biologielehrerin Elke Funk stellte er das Vorhaben im Juni 2018 dem Magistrat der Stadt Bad Sooden-Allendorf vor, der das Projekt genehmigte und seitdem finanziell unterstützt.
Bereits die Tatsache, dass dieses Projekt letztes Jahr aufgrund des viel zu heißen und trockenen Sommers nicht mehr in Angriff genommen werden konnte, deutet an, wie dringend es ist, umweltpolitisch umzudenken. Manchem Bedenkenträger zum Trotz begannen Frau Funk, Herr Huhn und Herr Stern mit mehrheitlich äußerst motivierten Schülerinnen und Schülern der aktuellen Klassen G9a, G9b und R9a am 29. März 2019 mit der Umsetzung des Projekts. Dass es sich dabei um einen Freitag handelte, war sicher ein schöner Zufall – bedeutet es doch zumindest einen „Friday for Future“ für die eine oder andere Schmetterlings- oder Wildbienenart.

Die Schülerinnen und Schüler haben unter großer körperlicher Anstrengung den Rasen auf einer etwa 200 Quadratmeter großen Fläche abgetragen, an der Böschung zum Bach für Schmetterlinge, Hummeln, Bienen, andere Insekten und auch zahlreiche Vogelarten lebensnotwendige Gehölze (z.B. Pfaffenhütchen, Weißdorn, Gemeine Heckenkirsche, Gemeiner Schneeball etc.) und drei Bäume (Zitterpappel, Salweide und Eberesche) gepflanzt. Salweide und Zitterpappel sind wahre Schmetterlingsmagneten, wohingegen die Eberesche, die auch als Vogelbeere bezeichnet wird, Nahrung für etwa 60 verschiedene Vogelarten bietet. Das Wissen um die Wichtigkeit der Aktion erleichterte vielen Helferinnen und Helfern die Arbeit.  

Den Initiatoren des Projekts geht es vor allem darum, dass es möglichst viele Nachahmer in den Privatgärten der Stadt findet. Heimische Wildpflanzen und Gehölze, die teilweise auch immer seltener werden, verschönern den eigenen Garten, Parks und andere Flächen ebenso wie exotische Zierpflanzen oder gefüllte Zuchtformen, die für die heimische Tierwelt nur einen sehr geringen bis keinen Nutzen haben. Wer dieses Projekt also sinnvoll findet, möge den Initiatoren nicht auf die Schulter klopfen, sondern sich über die Anlage einer Wildblumenwiese und Vogelschutzhecke mit den dafür wirklich geeigneten Pflanzen informieren. Besonders empfehlenswert sind hierfür die Bücher „Naturnah gärtnern“ von Norbert Griebl oder auch der „Kosmos – Schmetterlingsführer“ von Heiko Bellmann. Wer den Fokus eher auf unsere gefiederte Freunde legen möchte, findet in dem Büchlein „Vögel füttern, aber richtig“ von Peter Berthold und Gabriele Mohr wichtige Hinweise auch zur Anlage eines vogelfreundlichen Gartens. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle auch der „Allgemeine Vogelführer durch den Werra-Meißner-Kreis“ von Wolfram Brauneis bleiben. All diese Literatur soll jedoch niemanden davon abhalten, sich Wildblumenwiese und Vogelschutzhecke am Badehaus anzusehen.

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