Rhenanus-Schule
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Streiflichter

Früh Verantwortung lernen

Umgang mit Alkohol und Nikotin ist Thema bei Jugendfilmtagen an Rhenanusschule. Spielerisches Lernen: Die Schüler (von links) Malik, Lucas, Anna, Nele Bannwitz, Paula, Antonia und Finn beantworteten bei einem Würfelspiel Quizfragen und lösten Pantomimeaufgaben zum Alkohol- und Nikotinkonsum.

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Alltagsdrogen Alkohol und Nikotin lernten die siebten und achten Klassen aus Bad Sooden-Allendorf am Mittwoch und Donnerstag bei den Jugendfilmtagen in der Rhenanusschule. Die Fachstelle für Suchthilfe und Prävention des Diakonischen Werks und das Medienzentrum Werra-Meißner organisierten diese Jugendaktion mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen.

Bei den Jugendfilmtagen sahen die 150 Schüler einen Spielfilm über das Leben von Kindern aus suchtbelasteten Familien, über den sie anschließend diskutierten. „Es ist gut zu sehen, was die Folgen sind. Dann merkt man, dass man das nicht braucht“, sagte der 13-jährige Malik, der den Film sehr lehrreich fand.

Zusätzlich konnten die Jugendlichen ihr Wissen über Alkohol und Nikotin an verschiedenen Stationen spielerisch und interaktiv testen. Dazu gehörten beispielsweise ein Rauschbrillenparcours, ein Bauplatz mit Bausteinen für ein glückliches Leben und ein überdimensionales Würfelquiz.

„Ich habe gelernt. dass zu viel Alkohol nicht gut ist und man nur in Maßen trinken sollte“, berichtete die zwölfjährige Anna.

Die Vermittlung einer Ideologie stehe laut Diplom-Sozialpädagoge Harald Nolte und Studentin Anita Hubo jedoch nicht im Vordergrund der Aktion. Vielmehr sollen die Jugendlichen über verantwortungsvolles und bewusstes Verhalten aufgeklärt werden. „Es geht nicht darum, etwas allgemein zu verbieten, sondern eine kritische Auseinandersetzung und einen maßvollen Umgang zu lernen“, erklärte Nolte. Neben der kritischen Betrachtung dieses Themas, sei es auch besonders wichtig, dass die Schüler ihren eigenen Standpunkt entwickeln, verdeutlichte Fachberaterin Anna Niebeling. „Man muss sich klar positionieren können und lernen, auch mal "Nein" zu sagen“, so die 25-Jährige.

Auch die 13-jährige Antonia findet es wichtig, schon früh über Alkohol und Nikotin aufgeklärt zu werden: „Jetzt, wo man in die Pubertät kommt, macht das am meisten Sinn, weil man schon mal in Kontakt damit kommt.“ (jes)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.
Foto und Text: Jessica Sippel

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