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Streiflichter

Politik-Kurse aktiv für „Vitale Innenstadt“

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Wenn sympathische junge Leute dieser Tage Passanten auf dem Marktplatz ansprechen, wollen sie keine Verkaufsgespräche führen. Aber um Themen wie Handel und Dienstleistungen, Gastronomie und überhaupt das Ambiente der Kernstadt geht es bei den zehnminütigen Interviews durchaus – und um Vieles mehr, was sich mit dem Ziel einer „Vitalen Innenstadt“ verbinden lässt.

„Vielen Altstädten droht der ökonomische Tod“, verkündete kürzlich die Tageszeitung DIE WELT – und war dabei um aufmerksamkeitsheischende Alliterationen nicht verlegen:
„Leerstand unter gotischen Giebeln. Renaissance mit Ramschläden. Die Verödung reicht von den Holländerhäusern im friesischen Friedrichstadt bis zum Fachwerk in Hannoversch Münden. (...) So droht vielen Innenstädten, auch schönen, statt des architektonischen der soziale und ökonomische Tod.“

Dr. Lars Kleeberg von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Werra-Meißner erklärt dazu:

„Die Sorge vor Verödung und aussterbenden Innenstädten geistert regelmäßig durch die deutsche Medienlandschaft. Einkäufe verlagern sich ins Internet, Frequenzen verringern sich. Haben Innenstädte deshalb keine Zukunft mehr? Diese Frage kann eindeutig verneint werden. Aber ihre Funktion wandelt sich zunehmend.“

Um der Entwicklung nicht tatenlos zuzusehen, sondern angemessen darauf reagieren zu können, nimmt die Stadt Bad Sooden-Allendorf nun auf Vorschlag der WFG an der größten Innenstadtuntersuchung Deutschlands teil. Sie trägt den Titel „Vitale Innenstadt“.

Dazu noch einmal Dr. Kleeberg:

Die Stadt werde sich auf Grundlage dieser Studie „nicht nur mit strukturgleichen Städten vergleichen, sondern auch Optimierungspotenziale entdecken“. Dazu sollen die Bürger im Rahmen dieser Befragung das Angebot vor Ort benoten und der Stadt ein Feedback vermitteln: Wie wird sie von den Bürgern gesehen? „Wo liegen ihre Stärken und Schwächen, womit punktet sie?“

Aus der Studie ließen sich spezifische Maßnahmen für die Entwicklung der Innenstadt ableiten. „Die Ergebnisse werden auch den Finger in die Wunde legen, doch sind sie auch Ansporn, besser zu werden“, erläutert Bürgermeister Frank Hix.

Und Silvia Schmidt, Vorsitzende des Gewerbevereins HIB, ergänzt: „Attraktiver Einzelhandel und attraktive Innenstädte sind eng miteinander verbunden“.

Die Rhenanus-Schule fördert dieses Projekt durch den Einsatz von Schüler/innen der Leistungs- und Grundkurse im Fach Politik und Wirtschaft, die die Befragung der Bürger vornehmen. Eine Win-Win-Situation.

Dazu Direktor Dr. Möller: „Wir können zum einen die Stadt unterstützen, zum anderen unseren Schülern im Bereich Politik und Wirtschaft einen echten Mehrwert bieten, indem sie ein reales Projekt begleiten“.

Die Stadt wird entlastet, da sie Kosten für die Finanzierung von Interviewern einspart. Der Gewerbeverein HiB wiederum zahlt den Schüler/innen insgesamt 500 Euro für ihren Einsatz.

Bei einer Befragung mit vom Institut gestellten Interviewern würden für die Stadt Gesamt-Kosten in Höhe von 2400 Euro anfallen, durch den Einsatz der Rhenanus-Schüler/innen reduziert sich dieser Betrag auf 1200 Euro.

Insgesamt 13 Politik-Kursteilnehmer führen die Befragungen durch. Diese dauern jeweils 10-15 Minuten. Dabei sind 200 Interviews das Minimum für die Validität der Studie.

Aber das scheint überhaupt kein Problem zu sein, wie Eva-Maria, Hendric, Jonathan und Johannes schon am ersten Tag bestätigen: „Praktisch alle Angesprochenen sind äußerst auskunftsfreudig. Oft wollen sie uns sogar noch viel mehr erzählen als das, worauf sich der Fragebogen bezieht.“

Dabei scheinen die Ergebnisse nach einem ersten Eindruck sehr stark zu variieren: Kurgäste antworteten oft geradezu enthusiastisch, wenn man sie zu dem Ambiente der Stadt befragt, einige Einheimische hingegen scheinen Vieles zu bemängeln: von den Parkmöglichkeiten über die Ladenöffnungszeiten bis hin zum Einzelhandelsangebot. Und – wie gesagt – manch einer möchte sich noch zu ganz anderen Themen äußern, aber das mag auch dem gleichzeitig laufenden Landtagswahlkampf geschuldet sein.

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