Rhenanus-Schule
37242 Bad Sooden-Allendorf
Im Huhngraben 2

Streiflichter

Kultusminister besucht Schulsportzentrum

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„Lehrer brauchen immer Tafeln - zur Not auch, um sich dahinter zu verstecken“, scherzt Michaela Deutschmann-Weise von der Schulleitung der Rhenanus-Schule. Heute aber dient die in der Sporthalle aufgebaute Tafel der Orientierung: Kultusminister Dr. Alexander Lorz ist angereist, um sich unter anderem über die Arbeit des Schulsportzentrums der Rhenanus-Schule zu informieren. Und so wird ihm und vielen weiteren Gästen das volle (Sport)-Programm präsentiert:
 
campus   
Vom Sichtungstraining in der Grundschule über Talentfördergruppen in der Mittelstufe und die Sport-Leistungskurse in der Oberstufe samt angebundener Kurse in Ski-Alpin, Kanu und Rudern – bis hin zur Möglichkeit für Absolventen, ihr Freiwilliges Soziales Jahr am Schulsportzentrum zu verbringen, gefördert u.a. von der VR-Bank.
 
Leistungssportler gebe es dank dieses Gefüges in allen Jahrgängen: Tom Weise, selbst 18 Jahre lang Bundestrainer für Stabhochsprung, nennt als Beispiele Philip Hennemuth, den Süddeutschen Hallenjugendmeister (Jahrgang 11) und Carolin Schlung, „Deutschlands beste 14-Jährige“ im 100-Meter-Lauf (Klasse 9).
 
Möglich seien diese Erfolge dank exzellenter Trainingsmöglichkeiten vor Ort, aber auch bei Trainingslagern in Bad Blankenburg und in Nizza.
 
Hinzu komme neuerdings die Ausbildung junger Fußballer in Kooperation mit dem DFB-Stützpunkt sowie die DFB-Junior-Coach-Ausbildung. Von dieser Arbeit profitierten auch die Fußballvereine in der Region, wie Andrea Stöber vom Förderkreis des Schulsportzentrums betont. Uwe Linnenkohl von der VR-Bank ergänzt, dass dies ein Bereich sei, in dem Integration funktioniere: Es gebe in der Region Vereine, die bis zu 30 Migranten integriert hätten.
 
Schulsportkoordinator Siegfried Frühauf lässt die Geschichte des ehemaligen Sportinternats Revue passieren, von seiner Entstehung im Kontext der Begeisterung über die Münchner Olympiade 1972 und seine vielen Erfolge bis hin zum Erringen der Vize-Weltmeisterschaft im Stabhochsprung 2003 in Paris und dem 6. Platz bei den Olympischen Jugendspielen 2014 in Nanjing.
 
 
Andrea Stöber hebt die „kurzen Wege“ für die Sportler zwischen „Lernen und Wohnen“ hervor, die unter anderem auch einige heutige Prominente genossen hätten, wie etwa der ehemalige Internatler und spätere Sozialpolitiker und Hochschullehrer Wolfgang Schröder (Universität Kassel).
 
Aufgrund hoher personeller Kosten habe das in städtischer Hand befindliche Internat geschlossen werden müssen. Der Förderkreis Schulsportzentrum setze sich jedoch dafür ein, diese „einzigartige Immobilie“ wieder zu nutzen, um sie kostendeckend als Wohnheim für junge Menschen zu betreiben: für Schüler, Sportler, für Studenten der Diploma-Hochschule wie auch für Auszubildende. Für dieses Konzept habe man im Finanz- und im Bauausschuss einstimmige Voten erhalten.
 
Gruppenbild   Kaffeezeit   Stoeber Lorz
 
Dr. Kleeberg von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Werra-Meißner-Kreises ergänzt, dass örtliche Betriebe dank eines solchen Wohnheims auch überregional um Auszubildende werben könnten und so letztlich eine „Magnetwirkung“ für den ländlichen Raum erzielt werden könne, zumal sich bei vielen Heimbewohnern auch eine Bleibeperspektive einstellen mag.
Michaela Deutschmann-Weise erinnert daran, dass die Internatsschüler/innen ein interessanter Input von außen gewesen seien: „Den wollen wir gern wieder haben.“
 
In diesem Zusammenhang wünsche man sich vom Land u.a. eine feste Lehrer-Trainer-Stelle wie früher: „Wir werden unerbittlich in Wiesbaden immer wieder klingeln“, kündigt Andrea Stöber dem Minister an.
 
Dr. Lorz entgegnet, er finde es „spannend“, diese Pläne zu hören. Sie passten gut zur Offensive für den ländlichen Raum. Es gebe da sicher verschiedene Anknüpfungspunkte. Ein Mix bei der Finanzierung sei aber in jedem Fall leichter, als wenn man „den ganzen Klotz allein“ stemmen müsse. Man müsse „viele Akteure ins Boot holen“.
 
Michaela Deutschmann-Weise weist am Ende der Präsentation darauf hin, dass es ihr natürlich nicht anstehe, dem Minister eine Rose zu überreichen, wohl aber einen Präsentkorb samt Wunschzettel. Dr. Lorz revanchiert sich mit einem Geschenk-Gutschein für die Schule und nimmt sich schließlich auffallend viel Zeit für Gespräche im kleinen Kreis.
 
Auf der Homepage des Kultusministeriums heißt es noch am selben Abend: „Rhenanus-Schule überzeugt durch Sportförderung.“
 
 
 

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