Rhenanus-Schule
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Im Huhngraben 2

Preisfrage: Was ist das wichtigste Nutztier nach Rind und Schwein?

Nicht nur für Deutschen Bauernverband ist das offensichtlich: Die Landwirte wissen, wie wichtig die Bienen für sie sind, sagt ihr Präsident Joachim Rukwied: Mehr als drei Viertel der Hauptnahrungspflanzen sind von der Bestäubung abhängig. Und würde man die Leistung von Honigbienen in Geld beziffern, wären es global 153 Milliarden Euro pro Jahr. Die Summe ermittelten Wissenschaftler aus Frankreich und Deutschland in einer Studie, die kürzlich in der Zeitschrift „Ecological Economics“ erschien. 

Das zukünftige Überleben der Bienenbestände ist jedoch stark gefährdet. In den vergangenen Jahren ging das massenhafte Insektensterben durch die Medien; nicht zuletzt der Dokumentarfilm „More than honey“ sorgte für Aufregung. Wissenschaftler beobachten weltweit einen alarmierenden Rückgang. Gründe für das Bienensterben sind unter anderem Monokulturen und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der konventionellen Landwirtschaft. In Deutschland ist die Hälfte der rund 570 Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. 

Bienen sind „systemrelevant", befand auch Ernährungministerin Julia Klöckner in ihrer Antrittsrede. Ihre Kollegin Umweltministerin Svenja Schulze legte dem Kabinett ein „Aktionsprogramms Insektenschutz“ vor, das strengere Auflagen für den Pflanzenschutz vorsieht, u.a. ein Verbot von Neonicotinoiden enthält. 

Während die Politik also versucht, zu regulieren, wollen viele Menschen auch persönlich etwas beitragen zum Schutz der Bienen. Manche von ihnen kommen auf die Idee, sich als Imker zu versuchen. Um Bienenvölker zu halten, benötigt man allerdings umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen. 

Vor diesem Hintergrund entwickelten die Rhenanus-Schüler Franz Kämmer, Henry Schwandt, Lukas Köhne und David Ferderer im laufenden Schuljahr die Idee, an ihrer Schule die AG „Junge Imker“ aufzubauen. Gemeinsam mit Direktor Dr. Möller und den Biologiekollegen Frau Funk und Herrn Huhn entstand ein entsprechendes Konzept. Herr Huhn übernahm auch die Leitung dieser Arbeitsgemeinschaft. 

Das erste praktische Projekt der AG bestand in der Anfertigung von Bienenkästen, eine Arbeit, bei der sie von Industriemeister (Holz) Peter Hix unterstützt wurden. Die Gruppe erstellte nach seiner Anleitung einen Prototypen, auf dessen Grundlage insgesamt vier Kästen von drei Etagen gebaut wurden, die obendrein gegen Witterung lasiert wurden. 

Der Vorsitzende des örtlichen Imkervereins, Bernd Michael Neumann, und der Jugendwart, Frank Köhne, unterstützten die Schüler AG „Junge Imker“ mit Rat und Tat.Im Mai wird der Imkerverein den Jungimkern Bienen und pro Volk eine Königin für die vier von den Jungimkern selbst gefertigten Beuten (Bienenbehausungen) schenken. So kann bereits im kommenden Jahr der erste Honig geerntet werden.

Die Arbeit der AG wird demnächst auch in die Rhenanus-Unterrichtsarbeit einbezogen, da das Wahlpflichtangebot der Schule entsprechend erweitert werden soll.  Die Schüler befinden sich mit ihrem Engagement übrigens in guter Gesellschaft: Seit 2016 steht ein Bienenstock im Hof des Bundestags. Drei Bienenvölker produzieren pro Jahr 80 bis 100 Kilogramm Honig, der als „Bundestagsblüte“ verkauft wird. Die Einnahmen fließen in bienenfreundliche Projekte.

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