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Erlebnispädagogisches Seminar der Klasse HR8a - Reichenbach, 08.09.2009 „Wer meint viel geholfen zu haben, platziert sich bitte links, wer meint wenig zum Gelingen der Gruppenaufgabe beigetragen zu haben ordnet sich rechts ein!“. Mit dieser Frage leitet Teamer, Jens Krumpholz, von der Jugendförderung Werra-Meißner die Reflexionsphase zur Besprechung einer Gruppenaufgabe für die Klasse HR8a der Rhenanus-Schule ein. Mit den unterschiedlichsten Aufgaben an die Klasse, werden gruppendynamische Prozesse ausgelöst, Strategien entworfen, gestritten, geholfen, geplant und verworfen – also, wie im normalen Leben. Und dazu dienen letztendlich erlebnispädagogische Seminare auch, den Gruppenzusammenhalt zu stärken, Kooperation zu verbessern, zu integrieren, sich als Gruppe mit allen Stärken und Schwächen wahrzunehmen u.v.m. Ein solches erlebnispädagogisches Seminar erlebten die Mädchen und Jungen der Klasse HR8a der Rhenanus-Schule vom 07.-10.09.2009 in Reichenbach. Das „Spinnennetz“, zwischen zwei Bäumen aufgespannt, ist eine solche Aufgabe. Durch jedes entstandene Fach darf nur ein Schüler und alle sollen helfen, dass die Durchquerung ohne Berührung gelingt. Denn sobald das Seil berührt wird, beginnt die Aufgabe von neuem, ungeachtet, ob einer oder sogar schon viele das Netz berührungsfrei passiert haben. Krumpholz schließt letztlich die Frage an: „Und wer glaubt, dass wir es hätten schaffen können, platziert sich links, wer anders denkt, rechts?“. Alle positionieren sich dort, wo man glaubt, dass mit entsprechender gegenseitiger Hilfe und Absprache, mehr möglich gewesen wäre. Und schon entwickeln sich Diskussionen darüber, wie man es hätte anstellen können, erfolgreicher zu sein. Jeder ist wichtig, keiner bleibt außen vor und unlösbare Probleme scheint es nicht zu geben und aufgeben steht nicht auf dem Plan. In der Tagesauswertung einigen sich die SchülerInnen darauf, was sie mitnehmen möchten, nämlich, Ruhe, Hilfsbereitschaft, Konzentration, Teamarbeit, Freude, Absprachen und Erfolgserlebnisse und darauf, was „in den Müll“ soll, nämlich, anmotzen, anschreien, beleidigen, keine Teamarbeit und keine Absprachen. Und so geht es dann am nächsten Tag in die hohen Kletteraufgaben. Zunächst erlernen alle die für die Sicherung wichtigen Knoten, den Umgang mit Klettergurt und Seil und das Aufbauen einer Sicherungskette. Danach geht es dann an die „Himmelsleiter“, den „Seiltanz“ oder den „Chaplin“. Am Schlusstag wird dann noch einmal jongliert, um beide Gehirnhälften auf die kommende Arbeit vorzubereiten, die Überwindung des „Indianderpfads“, ein zwischen mehreren Bäumen in ca. 30cm Höhe gespanntes Stahlseil, welches ohne Bodenberührung von der ganzen Gruppe überlaufen werden muss. Bei der abschließenden Frage, “Wer hat seine Mitschüler von einer neuen Seite kennen gelernt?“, platzieren sich die meisten Schüler auf der Ja-Seite und schon entsteht der Wunsch nach Wiederholung eines solchen erlebnispädagogischen Seminars Rolf Greiser, 10.09.2009 |
